Mobile Malware

Android Malware Report

Der Hersteller von Antivirensoftware Bitdefender hat den neuesten Android Malware Report veröffentlicht.
Das von Google entwickelte und herausgegebene mobile Betriebssystem Android erfreut sich großer Beliebtheit.  Nach letzten statistischen Erhebungen sind bereits 40% aller Handys in Deutschland mit der Software ausgestattet. Angesichts dieser Tatsache ist es wohl wenig verwunderlich, dass auch Hacker die Plattform für sich entdeckt haben. Das liegt auch daran, dass die Telefone im Gegensatz zum Computer nur über eine rudimentäre Firewall verfügen und eine Verbreitung so viel einfacher möglich ist. Ebenfalls hilfreich ist Google's hauseigener App-Store, über den viele Nutzer sich die Schadsoftware sozusagen "freiwillig" als getarnte App herunterladen.

Mulad.A am weitesten verbreitet

Die von Bitdefender herausgegebene Liste "Android Malware Report" beinhaltet die zehn meist verbreiteten Viren, Trojaner und Malwares, wobei die beiden vordersten Plätze, die Adware Android.Mulad.A und der Trojaner Android.FakeDoc.A, eine Verbreitung von über 26% erreichen. Im Durchschnitt ist also jedes vierte Smartphone mit der Schadsoftware infiziert.

Die ständige Online-Verbindung ist ein Problem.

Während die ersten Smartphones sich noch automatisch vom Netz trennten, wenn der Nutzer keine Daten sendete oder empfing, ist dieser Schutzmechanismus heute nicht mehr üblich. Wer ein Smartphone hat, ist ständig online. Das führt wiederum zu der Problematik, dass vielen Angreifern damit Tür und Tor geöffnet wird. Besonders sogenannte "Driv-by-Downloads", die als Update getarnt im Hintergrund schädliche Apps herunterladen, werden sich in nächster Zeit immer weiter verbreiten.

Vorsicht vor dubiosen Apps

Generell raten die Sicherheitsexperten von Bitdefender beim Installieren und Herunterladen von Apps unbekannter Herausgeber zur Vorsicht. Ein guter Hinweis auf einwandfreie Funktion der Applikationen und ein erstes Indiz für Schadsoftware seien die Kommentare und Bewertungen des App-Portals. Durch aufmerksames Lesen der Benutzermeinungen könne man schon viele schwarze Schafe enttarnen, rät der Sicherheitsexperte.